Samstag, 17. November 2018
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Europa bezahlte für den Islamischen Staat

Der IS ist kein rein muslimisches Phänomen. Mit EU-Geldern, Öldollars und Militärhilfen finanzierten wir Islamschulen, aus denen sich Terroristen rekrutieren. IS-Freunde wie Katar  und Türkei belohnen wir mit WM und EU-Beitritt.

In den 1960ern träumte Europas Linke, die millionenfache, muslimische Einwanderung würde uns kulturell und sozial beglücken, und deren Heimatländer modernisieren.

Es blieb beim Traum. Zwar konnte über die Hälfte in Arbeitsmarkt und Gesellschaft integriert  werden, der Rest hängt aber irgendwo zwischen Sozialhilfe, Vorstadtgetto und Kleinkriminalität in der Falle. Vor allem in der religiösen.

Integrationsfalle Frankreich

Denn der Islam ist keine unproblematische Kultur. In Frankreich wurde in vielen Städten jene Schwelle, bis zu der eine Integration erfolgreich ist, nachhaltig überschritten. Die Integrationsversager sind heute der perfekte Nährboden für  religiöse Eiferer. So vertreten Teile der muslimischen Jugend heute strengere Koran-Auslegungen als dies in ihren Herkunftsländern üblich ist.

In Deutschland verweigern Türken die Kommunikation mit weiblichen Polizisten. Frauen werden als Huren beschimpft, Zwangsehen mit importierten Muslima („Ja keine minderwertige Deutsche!“) nehmen genauso zu  wie Ehrenmorde und Kopftücher.

Der Solinger Salafist Mahmoud predigte aus dem ägyptischen Exil: „Ich werde Deutschland nur mehr betreten, um als Eroberer die Scharia einzuführen! Ich bleibe nicht in einem Land, um unter den Kuffar (Ungläubigen) zu leben![1]

US-Hilfe für Ägyptens Islamschulen

In keinem arabischen Land gibt es mehr Islamschulen als in Ägypten. Und in kein arabisches Land fließen mehr US-Dollar für Militär- und Wirtschaftshilfe als in das Land am Nil – zwei Milliarden Dollar jährlich.

Jeder zweite ist Analphabet. So sind Ägyptens Eltern froh, ihre Kinder wenigstens in den Islamschulen der Muslimbrüder unterzubringen. Unglücklicherweise hängen diese dem früh-mittelalterlichen Bildungsideal Mohammeds an. Man lernt dort nämlich nichts, außer Arabisch. Und auch das nur, um den Koran auswendig zu lernen. Darin verborgen die Botschaft an Ägyptens Jugend: „1. Christen und Juden vertreiben und töten. 2. Deren Kulturgüter vernichten und 3. Kalifat errichten.“

Das öffentliche Schulsystem ist nicht besser: Noch heute lehren Schulbücher, wie kulturell bereichernd die islamischen Eroberungsfeldzüge für Europa gewesen wären, und wie kulturell degeneriert der blaue Kontinent heute wäre.

Saudi-Arabien: Judenhass und Handabhacken im Lehrplan

Kein Hehl aus ihrer Überzeugung machen auch die Schulen im wahhabitischen Königreich Saudi-Arabien. Seine Schulbücher erklären, warum man Dieben die Hand abhackt, Schwule steinigt und für Frauen (wie für Tiere) immer einen Vormund braucht. Wen wundert es, dass die Hälfte der „9/11“-Terroristen aus dem Königreich stammte? Oder, dass 80% der Saudis (und 35% der Türken) den Islamischen Staat bewundern[2]?

Für Aufregung sorgte eine Meldung in England, nach denen auch in vielen britischen Islamschulen Judenhass und Handabhacken auf dem Lehrplan standen[3].

Wie für viele Europäer beim Thema Kommunismus, sind auch die Muslime auf der Welt fast überall der Meinung, die Errichtung des islamischen Kalifates sei prinzipiell eine gute Sache – nur mit der Umsetzung würde es halt hapern. (Auch hier) eine tödliche Täuschung.

Für Katar die WM, für die Türkei die EU

Unzählige Ölmilliarden aus Europa haben die Metropolen am Persischen Golf boomen lassen. Und (mit Wissen des Westens) so nebenbei auch Fonds gespeist, aus denen Waffen für islamische Terrororganisationen (wie den IS) finanziert werden. „Als Dank“ bekam Katar die Ausrichtung der WM.

Heute lockt man den sunnitischen Diktator – Verzeihung, Langzeitpräsidenten! – Erdogan in die Europäische Union. EU-Gesetze haben türkischen Waren den Weg in den Westen geebnet (und Erdogans Aufstieg gesichert). „Als Dank“ behindert die Türken gezielt den Nachschub der (kurdischen) Anti-IS-Koalition und sorgt bei den selbst ernannten Gotteskriegern durch den illegalen Ankauf ihres Erdöls für konstante Einnahmen.

Europa muss kämpfen

Will Europa aus der Opferrolle, darf es sich nicht wie ein Opfer benehmen. Dazu reicht ein simples, aber konsequentes Maßnahmenpaket.

1. Arabische Länder bekommen westliche Gelder nur noch dann, wenn sie Schulen und Bücher von religiösem Hass befreien.

2. Europa muss Hunderte Schulen im arabischen Raum gründen und entweder selber betreiben oder finanzieren. Gelockt werden die Kinder der armen Bevölkerung mit gratis Essen und Kleidung. 

3. Der größte Knackpunkt: Europa muss sich vom Ölreichtum Arabiens emanzipieren. In 10 Jahren könnten Öl- und Gasimport halbiert werden, wenn man mit hohen Energiesteuern (vor allem auf Schiffsdiesel, Heizöl und Flugbenzin) Sanierungsmaßnahmen für Betriebe und Private finanzieren würde (Für die Umwelt ist das außerdem noch gut).

4. Europa muss Integrationsgelder in Flüchtlingsländer wie Jordanien, Türkei und Libanon umleiten. Mit einem geringeren Budget können dort vor Ort mehr Menschen erreicht werden als hier. Die Schulen sind dort ausschließlich westlich finanziert und orientiert.

5. Es braucht eine große Armee, um den IS zu schlagen. Das ist aber nicht Aufgabe von Deutschen, Franzosen oder Amerikanern – sondern von Syrern, Kurden und Irakern. Der Westen bildet aber aus und rüstet aus.

Europa muss gefühlsduselige Politiker aus der ersten Reihe nehmen. Es braucht in Brüssel (oder Paris) jetzt starke Leitfiguren aus der „Grenzen-Kontrollier-Fraktion“, um die existentielle Krise des europäischen Friedensprojektes zu lösen.

Gelingt die Befriedung des Vorderen Orients (und die Neutralisierung des frühmittelalterlichen Islams) nicht, wird Europa scheitern.

Und die vielen Menschen, die seit Monaten Europas Waffenläden stürmen, könnten das dann nicht umsonst getan haben.



[1] „Deutsche Salafisten fliehen nach Ägypten“, Die Welt, 10.8.2012

[2] „Das Funktionärsproblem im deutschen Islam“, Die Welt, 6.10.2014

[3] „Saudische Islamschulen: Judenhass und Handabhacken im Lehrplan“, www.bbc.co.uk, 22.11.2010

 

Über HÖRL, MMag. Michael

HÖRL, MMag. Michael
MMag. Michael Hörl. Der Betriebswirt und Wirtschaftspädagoge ist Wirtschaftspublizist in Salzburg und hat Europas erstes "Globalisierungskritik-kritisches" Buch geschrieben: "Die Finanzkrise und die Gier der kleinen Leute". www.michaelhoerl.at

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